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Lohnverhandlungen  Bern, 4. Mai 2006

Nach 15 Jahren endlich wieder "Rauf mit den Löhnen" 

An der heutigen Verhandlung der Verbände des Bundespersonals mit Bundesrat Hans-Rudolf Merz hat die Delegation der Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB) der Gewerkschaften PVB, vpod und garaNto für 2007 als Mindestforderung den normalen Teuerungsausgleich auf den Löhnen gefordert sowie eine bis 2009 gestaffelte Reallohnerhöhung. VGB-Gewerkschaften warnen den Bundesrat davor, die negative Personalpolitik mit Lohndruck, Pensionskassen-Abbau, Stellenabbau und endlosen unnötigen Reorganisationen fortzusetzen. Sie erwarten bis zur nächsten Verhandlungsrunde eine positive Antwort.

Konkret fordern PVB, vpod und garaNto für 2007 mindestens 1,2% Teuerungsausgleich, die Fortsetzung der anstelle der vollen Teuerung in den letzten zwei Jahren bezahlten Zulage von 1,9% sowie eine bis 2009 verteilte Reallohnerhöhung von 3%. Dies ist vergleichsweise bescheiden. Die Bundesangestellten warten seit 15 Jahren auf einen realen Lohnzuwachs, gleichzeitig stiegen bei den verwandten Versicherungen und Banken seit 1993 die Löhne real um 12%. Die Bundeskasse macht laufend bessere Abschlüsse. Der Bund kann und muss es sich leisten. Er darf nicht länger der Lohnentwicklung hinter her hinken und den normalen Teuerungsausgleich verweigern.

Das Bundespersonal hat genug von der schlechten Personalpolitik. Deshalb haben über 16'000 Bundesangestellte, praktisch jeder Zweite, im letzten Sommer eine Petition gegen Entlassungen, Rentenabbau und höheres Rentenalter sowie für eine anständige Lohnpolitik unterschrieben. Der Bund muss wieder ein verlässlicher Arbeitgeber werden und ein entsprechendes personalpolitisches Zeichen setzen, sonst laufen ihm die besten Leute davon.

Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB)
Communauté de négociation du personnel de la Confédération (CNPC)
 

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